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Was bedeutet Carbon Negative und warum erreichen es nur wenige Unternehmen?

Climate changes

Eine aufschlussreiche Erkenntnis aus dem Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zeigt, dass die globalen Emissionen weiterhin steigen und bislang keinen konsistenten Rückgang verzeichnen, obwohl immer mehr Unternehmen Klimaziele verkünden. Der IPCC betont, dass die Begrenzung der globalen Erwärmung schnelle, tiefgreifende und nachhaltige Emissionsminderungen erfordert.

Vor diesem Hintergrund wird der Begriff carbon negative companies häufig als das ambitionierteste Ziel unternehmerischer Klimaschutzmaßnahmen genannt. In der Realität sind Unternehmen, die diesen Status tatsächlich erreichen, jedoch nach wie vor selten. Woran liegt das?

Was bedeutet Carbon Negative?

Eine grundlegende Frage lautet, was carbon negative eigentlich bedeutet.

Nach gängigen Definitionen von Klimaforschungsinstitutionen wie dem World Resources Institute (WRI) gilt ein Unternehmen als carbon negative, wenn es messbar mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt, als es durch seine gesamten Geschäftsaktivitäten einschließlich der Wertschöpfungskette emittiert.

Dieser Status geht über carbon neutral und net zero hinaus, da er nicht nur Emissionen ausgleicht, sondern einen positiven Nettoeffekt für das Klima erzielt.

Warum Carbon Negative als ideales Ziel gilt

Ein häufig diskutiertes Thema in der globalen Klimadebatte ist die begrenzte Wirkung von net zero-Zielen, wenn sie nicht mit aktiver Kohlenstoffentfernung kombiniert werden.

Der IPCC macht deutlich, dass zur Stabilisierung des Klimas nicht allein Emissionen reduziert werden müssen, sondern auch bereits angesammelter Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt werden muss. Genau deshalb gilt carbon negative als ideales Ziel, da es aktiv zur Erholung des Klimasystems beiträgt und nicht nur weiteren Schaden verlangsamt.

Warum sind Carbon-Negative-Unternehmen noch selten?

Eine berechtigte Frage ist, warum so wenige Unternehmen diesen Weg bereits einschlagen, obwohl der Nutzen klar erkennbar ist.

Die Gründe liegen in einer Kombination aus strukturellen, technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen viele Unternehmen derzeit konfrontiert sind.

Herausforderungen bei der Emissionsmessung

Eine datenbasierte Realität ist, dass viele Unternehmen noch kein vollständiges Bild ihrer eigenen Emissionen haben.

Das Greenhouse Gas Protocol ist zwar der weltweit anerkannte Standard zur Emissionsbilanzierung, seine Umsetzung erfordert jedoch detaillierte und konsistente Betriebsdaten. Ohne präzise Messung lässt sich nicht verlässlich beurteilen, ob Emissionen tatsächlich reduziert oder entfernt werden.

Die Komplexität von Scope-3-Emissionen

Zentrale Erkenntnisse von CDP zeigen, dass Scope 3-Emissionen mehr als 70 Prozent der Gesamtemissionen eines Unternehmens ausmachen können.

Diese Emissionen entstehen bei Lieferanten, in der Logistik, bei der Nutzung von Produkten sowie am Ende ihres Lebenszyklus. Diese Komplexität erschwert eine ganzheitliche Emissionssteuerung erheblich und macht den Weg zur carbon negative-Bilanz besonders anspruchsvoll.

Kosten und Investitionen

Erfahrungen aus zahlreichen Berichten zur Klimatransformation zeigen, dass negative Emissionen erhebliche Anfangsinvestitionen erfordern.

Die World Bank weist darauf hin, dass kohlenstoffarme Technologien und Lösungen zur Kohlenstoffentfernung oft hohe Anfangskosten verursachen, während sich finanzielle Erträge erst langfristig einstellen.

Daher konzentrieren sich viele Unternehmen zunächst auf Effizienzsteigerungen und Emissionsreduktionen.

Begrenzte Verfügbarkeit naturbasierter Lösungen

Ein weiterer oft unterschätzter Aspekt ist die eingeschränkte Skalierbarkeit naturbasierter Lösungen.

Waldrestaurierung, Mangroven und andere natürliche Ökosysteme sind zwar effektive Kohlenstoffsenken, ihre Umsetzung hängt jedoch von Flächenverfügbarkeit, Brandrisiken, Landnutzungsänderungen und der Dauerhaftigkeit der Kohlenstoffspeicherung ab. Diese Faktoren begrenzen ihre Anwendbarkeit für viele Unternehmen.

Glaubwürdigkeit von Daten und Berichterstattung

Eine entscheidende Frage bleibt, wie glaubwürdig die carbon negative-Aussagen von Unternehmen tatsächlich sind.

Ohne transparente und verifizierte Berichtssysteme besteht die Gefahr, dass solche Aussagen als greenwashing wahrgenommen werden. CDP betont, dass belastbare Emissionsdaten die Grundlage für Vertrauen bei Investoren, Regulierungsbehörden und der Öffentlichkeit sind.

Was Unternehmen heute tun können

Ein wichtiger Punkt ist, dass Unternehmen nicht sofort carbon negative werden müssen.

Ein realistischer und glaubwürdiger Ansatz besteht darin, einen schrittweisen und messbaren Klimatransformationspfad zu verfolgen.

Mit der Emissionsmessung beginnen

Der wichtigste erste Schritt ist die umfassende Erfassung der Emissionen über Scope 1, Scope 2 und Scope 3. Ohne eine verlässliche Ausgangsbasis fehlt jeder Klimastrategie das Fundament.

CarbonIQ - Carbon Emission Accounting Platform by Jejakin

Emissionsreduktion priorisieren

Sobald die Emissionen identifiziert sind, sollten Unternehmen diese durch Energieeffizienz, Prozessoptimierung und eine kohlenstoffärmere Lieferkette gezielt reduzieren.

Dieser Ansatz entspricht den Empfehlungen des IPCC, der Emissionsreduktion klar vor Kompensation einordnet.

Kohlenstoff verantwortungsvoll entfernen und kompensieren

Der nächste Schritt umfasst die Kohlenstoffentfernung und Kompensation durch naturbasierte Lösungen oder Technologien, wobei Qualität, Transparenz und langfristige Wirkung entscheidend sind.

Dieser schrittweise Ansatz ermöglicht es Unternehmen, eine solide Basis zu schaffen, bevor ambitioniertere Klimaziele verfolgt werden.

Fazit

Wenn wir uns einig sind, dass der Weg zu carbon negative ein langfristiger Prozess ist, dann sind präzise Daten und eine klare Strategie der entscheidende Anfang.

Jejakin unterstützt Unternehmen bei der Emissionsmessung, der Entwicklung von Reduktionsstrategien sowie beim Management von Kohlenstoffentfernung und Kompensation auf transparente und glaubwürdige Weise. Mit einem datenbasierten Ansatz werden Klimaziele von bloßen Zusagen zu messbaren, realen Maßnahmen.

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